Picture.Road.Book – The Beginning #km 0,0

Der Weg ist das Ziel !

Ein wunderbarer Gedanke aus dem Chinesischen und so kam die Idee, die ca. 32 km Fahrtstrecke von Anna zu mir zu Anna von mir in einem Fotoprojekt zu betrachten. Gewöhnlich benötigt man mit dem Auto oder dem Motorrad ca. 40 min, wenn die Autobahn nicht genutzt wird. Und die werden hier gemieden.

Ziel des Projektes ist es nicht an offensichtlich schönen Stellen zu halten, sondern konsequent alle 5.000 m zu stoppen und dort zu schauen, was die Natur, die Umwelt für uns hat. Dies in einem Umkreis von ca. 10 m um den Haltepunkt. Einfach so: Augen auf und sehen, was es dort gibt. Achtsamkeit, Entdecken, vielleicht Staunen und die Perspektive ändern. Jeder Punkt kann als Bereicherung dienen. Die 5.000 m sind willkürlich festgelegt. Es könnten auch 3.141 m oder nur 42 m sein. Bei letzteren Abständen würde es jeden blog sprengen 🤓.

The beginning ist der „km 0,0“. Oft übersehen, weil man zügig zur Garage oder zum Parkplatz kommen möchte. Aber da das Ziel nicht das wichtigste ist 😜, sondern der gesamte Weg: Augen auf!

Was bietet der Startpunkt:

Links: Natürlich befestigte, teilversiegelte Flächen. Doch da wo vor 40 Jahren nur Natur war (tatsächlich Äcker und Wiesen) da ist schon wieder Natur. Flechten machen sich breit und färben das Graue wieder grün 😊. Eine neue Lage Natur „oben drüber“. Man macht instinktiv einen Bogen um diese Naturleistung. Dabei sind Flechten große Könner und haben oft Fans, wie es in vielen blogs hier zu sehen und zu lesen ist.

Und der Klimawechsel zeigt sich Rechts. Kurz nach dem Jahreswechsel blüht tatsächlich schon Vinca Minor L., das Kleine Immergrün. Eigentlich blüht es erst so Mitte März und nicht jetzt. Bei leichten Minusgraden. Ausgeprägte Jahreszeiten scheint es immer seltener zu geben. Das zeigt auch der Blick auf die europäische Wetterkarte von heute 09.01.. Kälterekorde in Spanien und mehr als 27’C auf Kreta. Wäre irgendwie schöner als diese usselige nasse Januarkälte. Mehr Spätherbst als echter Winter.

Und über allen thronen die Haussperlinge (Passer Domesticus)

Als klassischer Kulturfolger haben sie es sich in der Siedlung wohnlich eingerichtet und begrüßen oder verabschieden jeden mit viel Gezeter und Gezwitscher. Ein schöner Beginn oder schöne Ankunft jeder Fahrt
Man muss ihnen Platz geben und etwas naturnäher die Gärten und die Häuserfassaden gestalten. Hier erfreuen sie sich des Blauregens und haben im Efeu an der Hauswand perfekte Rückzugs- und Nistmöglichkeiten. Der Efeu als gemischte WG wird vorbildlich -es gibt nur wenig Streit- mit Amseln und manchmal Ringeltauben geteilt. Ob sich nicht doch der ein oder andere Feldsperling darunter verbirgt mag ich nicht sagen. Zu flink, zu schnell und gut getarnt kann man die kleinen Unterschiede bei den Männchen kaum erahnen.

….. und nun auf zur nächsten Station 😊 …..

6 Kommentare

    1. … ich auch. An jedem Stop ausreichend Zeit haben. Was auch immer „ausreichend“ ist. Aber ich bin sehr zuversichtlich, wenn ohne fixe Erwartung und mit offenen Augen der nächste Punkt erkundet wird… 😊

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