Picture.Road.Book – Station 1 #km 5,0

Der km Zähler addiert die km und ich bin nun bei km 5,0, also der ersten Station meines RoadTrips zu Anna. Einen Tag zu spät, denn es sollte der 2. Montag im Februar sein, aber so ist das manchmal im Leben, wenn das Wetter und ein abgebrochener Backenzahn 😱 den Montagtrip zu einer Dienstagfahrt mutieren lässt. Dafür entschädigt heute der blaue Himmel. Natürlich gibt es hier an der Eichenallee keinen Parkplatz, aber ein paar zehner meter weiter werde ich fündig und gehe neugierig zurück zu der Stelle.

Eine schmale Landstraße zeigt sich. Schnurgerade, umsäumt von alten und auch jungen Eichen. Der Asphalt ist durch das Wurzelwerk gehoben und abgesenkt zur Straße verläuft ein kombinierter Rad-/Fußweg. Daneben wieder ein Feld, teils noch abgetrennt durch einen Zaun. Alles schneebedeckt. Alles schön weiß kaschiert.

Eichenallee, jung und alt

Ein Blick aus der Froschperspektive zeichnet ein Bild, in dem alle Linien auf einen Fluchtpunkt zulaufen. Fluchtpunkt in der zeichnerischen Perspektive. Altes, gut 40-jähriges Schulwissen aus dem Kunstunterricht blitzt auf und man denkt sich, daß Fluchtpunkte ja passend für ein RoadBook sein können, wo der Weg das Ziel ist. Alles vereinigt sich am Horizont. Die Baumallee, der Asphalt und der Radweg. Alles ist auf eine Punkt fixiert. Ruht quasi in diesem Punkt.
Und Altes trifft auf Neues. So wie die jungen Eichen, die die Alten, vom Sturm verweht oder Opfer von anderweitigen Schäden, nun ersetzen. Jeder neuen kleinen Eiche wurden 3 Fichten oder Tannen als Richtungsweiser mitgegeben. „Wachst, wachst schnell nach oben“. Ein weiterer geometrischer Fluchtpunkt, der gen Himmel zeigt.

Und da der Weg das Ziel ist stellt sich die Frage, wie da die Fluchtpunkte zu verstehen sind. Flieht man vor etwas weg oder zu einem Fluchtpunkt hin? Und was passiert auf dieser Strecke? Die Strecke ist noch lang. Zeit zum in sich gehen und reflektieren.

Der Blick nach unten zeigt schneebedeckte Berge. Nun, ja, eigentlich nur schneebedeckte Brocken, die da so rumliegen. Vielleicht sind es genau die Brocken, die einem oft im Weg liegen ?

Brocken auf dem Pfad, die es zu überwinden gilt

Nach oben geschaut offenbart sich herrlich blauer Himmel. Und es zeigt sich ein mürrisches Gesicht. Man steht unter Beobachtung.

Liegendes Baumgesicht vom Schneemantel fast verdeckt

Man fühlt sich nicht unwohl, weiß, dass die Bäume ja gut sind. Und vielleicht schon viele Reisende beobachtet haben auf dem Weg zu einem Ziel, zu einem Fluchtpunkt. Die Eichen an dieser Allee sind teilweise vielleicht 100 Jahre alt, betrachtet man den Stammdurchmesser. Aber da ich das nicht so genau beurteilen kann, werde ich die freundliche Naturführerin meines Vertrauens fragen.

Das ist ein Weg, das ist das Ziel.

2 Kommentare

    1. Ja, manchmal “blöd zu fahren”, aber ohne Autos wunderschön. Gibt immer noch einige hier im sdl. Münsterland. Und Bäume, die 👀…… Und das ist auch wunderschön, so wie Du es siehst. LG

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