Picture.Road.Book – Station 3 #km 15,0

Nun bin ich an der dritten Station auf dem Weg zu Anna angekommen. Ein Feldweg gibt die Möglichkeit zum Parken.

Dominiert wird die Szenerie von geraden Linien eines technischen Bauwerks, die fast wie mit einem Lineal gezogen den Himmel queren. Nicht gerade, vielmehr leicht gekrümmt. Vom Boden aus konvex streben Sie einem Fluchtpunkt zu. Wieder ein Fluchtpunkt, der in der Ferne allerdings frecherweise einfach nach links abbiegt, als will er sagen „so einfach ist es doch nicht“. Nicht alles läuft auf ein Ziel hinaus.
Warum knickt der Pfad des Drahtes dort ab? Äußere Zwangspunkte, weil jemand sein Grundstück nicht freigegeben hat? Optimierungen der Ingenieure, die Verlusten durch eine Streckenoptimierung entgegenwirken wollten. Oder Launen der Natur, die beim Festlegen der Trasse Einspruch erhob durch nicht ausreichenden Baugrund oder gar durch ein Feldhamsterbiotop. Hamster sollen ja sehr wehrhaft sein, bestimmte, nach Elben benannte, sollen sogar extrem wehrhaft und bissig sein.

Ein Zeichen für einen Richtungswechsel? Ein Umweg oder doch eine Abkürzung? Mal sehen.

Der Blick nach oben offenbart weniger Technik, sondern mehr Natur. Ein Rotmilan, der von mehreren Krähen ver-/gejagd wird. Much adoe about nothing würde Shakespeare denken, denn die Krähen machen viel Lärm, was den Rotmilan nicht sonderlich beeindruckt. Sein kraftvoller Flug, aus vielen Gleitphasen und wenig Flügelschlag lässt ihn souveräner wirken als die hier oft zu sehenden Mäusebussarde. Diese wirken wesentlich schwerfälliger.

Elegant, schön und unbeirrt mit einer inneren Ruhe streicht der Milan ab. Diese Ruhe müsste man auch immer haben, wenn es drauf ankommt.

Nach unten geblickt zeigt sich in einem der wenigen Sonnenstrahlen leuchtendes Grün. Flechten auf Totholz, die den Winter gut überstanden haben und nun kräftig strahlen um zu zeigen hey, die Natur ist noch da. Sie ist unerschüttlich. In Europa soll es, je nach Quelle, zwischen 2.000 und 2.500 Arten geben. Überlebenskünstler, die an kargen Standorten gedeihen, aber auch sehr empfindlich sind ggü. Milieuänderungen. Dem chemischen Umfeld. Und daher ist auch der Klimawandel ein großes Problem für sie.

Es immer wieder faszinierend, auf welch diversen Untergründen sie sich etabliert haben. Holz, Stein (künstlich oder natürlich), Metalle und auch auf verschiedenen Kunststoffe, wie man auf Deponien sehen kann.

Was die Zukunft wohl bringt. Für sie…..

….. und für den weiteren Weg. Denn das ist das Ziel…

2 Kommentare

  1. Schöne Beobachtungen. Die Krähen sind schon echt frech, wenn sie gleich im Trupp den Greifvögeln ihre Beute streitig machen.
    Flechten sind so faszinierend. Erst durch die Makrofotografie habe ich sie näher betrachtet und mag sie total gern.

    ..grüßt Syntaxia

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s