Picture.Road.Book -Station 4 #km 20,0

Nun ein weiterer Stop auf dem Weg, der ja das Ziel ist.

Das Wetter ist mäßig, münsterländisch regnerisch. Klassischer Landregen. Nicht viel, aber von langer Dauer. Und Wind dazu, der die Wolken antreibt.

Und ein zügig drehendes Windrad, welches dominant sich nach oben reckt. Als Kontrast zu der festen und massiven Säule drehen sich unter sonorem Geräusch die drei Rotorblätter und erzeugen Strom. Ohne auf fossile Brennstoffe zurückzugreifen.

im Gegensatz zu der vorherigen Station ist das Brummen, das Windgeräusch des Rotors deutlich lauter als das Brummen der Hochspannungsleitung. Gegen Windräder gibt es regional und neuerdings mehr Widerstand. Es ist eine junge Technik, die genutzt wird. Gab es die Widerstände ggü. den Freileitungen damals auch?

Für die Natur sind Windkraftanlagen gut (Emissionen etc.) und sie sind schlecht (Vogelschlag bei Greifvögeln). Gute technische Lösungen haben oft auch schlechte ökologische Auswirkungen.

Wie das Elektroauto: wenn es da ist und genutzt wird, dann ist es gut für die Umwelt, aber die Produktion und die Nachsorge, speziell bei den Batterien ……. ???

Welchen Weg soll man beschreiten?

Der Blick in den Wald lenkt von der starren Ausrichtung der Windenergieanlage ab und zeigt einen frechen Laubbaum, der sich als Nonkonformist outet.

Zwischen den schön (?) und geraden Nadelbäumen schlängelt er sich eher der Sonne entgegen. Steht der allgemeinen Ordnung entgegen. Zeigt irgendwie Lebensfreude, Unstetigkeit und Individualität. Und links im Hintergrund scheint eine junge Gruppe, seine treue Anhängerschaft zu stehen, die dem Trend folgt. In Wellenbewegung nach oben. Tanzend. Gehen die einen richtigen Weg?

Nach unten geschaut zeigen sich erste kräftige Farbtupfer auf dem Waldboden.

Veilchen, wie die Naturführerin meines Vertrauens mir mal erklärt hat. Zwischen all dem vertrocknetem Laub und ersten Grün diese blauvioletten Blüten zu entdecken ist schön. Eine farbige Insel. Und nachdem man sie entdeckt hat, gibt es ein Problem. Wie bewegt man sich von der Insel, ohne sie zu beschädigen? Etwas aufmerksamer geschaut, hätte man sich andere Wege gesucht. Aber gebe es dann auch andere Ziele?

Oder man orientiert sich an einer der zwei besten Begleiterinnen für Wanderungen in dieser Region:

Sie geht mit ihren elf Monatens unbedarft durch den Wald und genießt es. Auch sie findet den richtigen Weg…..

….. und begleitet mich zur nächsten Station.

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