Picture.Road.Book — Station 5 #km 25,0

Nun nähere ich mich dem nächsten Stop. Diesmal ist der Standstreifen geeignet zum Parken. Schnell nutze ich die Böschung, gehe hinauf und ……… ups 🥺.

Ein gänzlich anderes Szenario. Diesmal sind keine Geraden oder in der Ferne durch Linien erkennbare Fluchtpunkte vorhanden. Keine Zielvorgaben. Alles anders, alles, nun irgendwie R U N D.

Direkt auf der Böschung eine umfunktionierte, dem Frühling gewidmete Knetmaschine.

Hübsch bepflanzt mit Weiß- und Gelbtönen. Im Hintergrund Narzissen oder Osterglocken, die mir mal wieder meine manchmal schwachen Botanikkenntnisse verdeutlichen. Am Ende der Reise frage ich die fast Allwissende, was diese Dinge betrifft.

Der Blick über die Bepflanzung hinweg erzeugt ein deja-vu. Etwas Rundes blockiert den Straßenverlauf. Ein roundabout liegt quer im Weg und blockiert vier Straßen.

Eine Entscheidungsfalle. Eine Findungsprozeßmaschine. Ich erkenne sofort, daß ich vier Optionen hab, wenn ich in den Kreisel gefahren bin. Rechts, links, Geradeaus oder zurück. Von hier oben aus gesehen. Mitten drin im Kreisel stellt sich nur noch die Frage: „Jetzt rechst raus oder halb links weiter?“

Das wird schwierig. Sehr schwierig. Aber das ist ja doch der Sinn dieser Reise.

Weiter links lassen sich die ersten Zuschauer nieder um das Ganze mit Gegurre zu kommentieren.

Wenn ich gleich hineinfahre halten Täuberich und Frau Taube sicher den Atem an. Der Baum füllt sich.

Und noch weiter links haben Künstler schon früher begriffen, daß man Aufmunterungen benötigt. Hier, direkt vor dem Verkehrskreisel.

Die Kiste hat gut lachen, während ich nachdenke, wohin die Reise führt.
Wird es ein Umweg, und wenn ja ist es nur ein zeitlicher? Die Chancen die richtige Ausfahrt zu nehmen beträgt 25 %. Aber was wäre die richtige Ausfahrt. Und wenn ich die falsche erwische? Ein Umweg, eine Umkehr?

Wie heißt es immer in den abgegriffenen Phrasen?

Keine Entscheidung ist die schlechteste.

Also los. Ab ins Getümmel. Er scheint ja nicht unbeliebt, der Kreisel

Und im Ernstfall fahre ich ein Paar Kreise. Oder sogar ein paar Kreise mehr.

Oder ich nehme nach dem Einfahren, die 42. Ausfahrt. Die universelle Antwort auf den Sinn des Universums.

Ich steige wieder in mein Auto. Und das Autoradio spielt „The long way home“.

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